Ein Lohnfertiger im Landkreis Cham misst jede Bohrung auf zwei Hundertstel. Er kennt seine Ausschussquote, seine Rüstzeiten und seinen Cpk-Wert. Er könnte dir für jede Maschine in der Halle sagen, wo der Engpass sitzt.
Dann fragst du ihn, wie viele Anfragen letztes Jahr über die Website kamen, wie viele davon ins Angebot gingen und wie viele zum Auftrag wurden.
Und es wird still.
Das ist kein Vorwurf. Das ist der Normalzustand im ostbayerischen Mittelstand. Der Fertigungsprozess ist auditiert, zertifiziert und dokumentiert. Der Vertriebsprozess läuft nach Bauchgefühl, Empfehlung und „der Sepp kennt da wen“.
Solange die Auftragsbücher voll waren, hat das funktioniert. Seit 2023 funktioniert es an vielen Stellen nicht mehr.
Was dich der ungemessene Prozess wirklich kostet
Rechnen wir es durch, mit vorsichtigen Zahlen.
Ein typischer Betrieb zwischen Roding und Straubing bekommt rund 40 Website-Anfragen im Jahr. Kein schlechter Wert. Davon sind erfahrungsgemäß 30 unpassend: falsches Volumen, falsche Losgröße, Studenten, Preisvergleicher, Anfragen ohne Zeichnung.
Jede dieser 30 Anfragen kostet dich trotzdem Zeit. Anfrage lesen, nachtelefonieren, Unterlagen anfordern, kalkulieren, Angebot schreiben, zweimal nachfassen. Realistisch 90 Minuten, oft mehr.
Das ist die harmlose Hälfte.
Die teure Hälfte: Weil dein Vertrieb mit den 30 beschäftigt ist, meldet er sich bei den 10 passenden Anfragen zu spät. Und im B2B gewinnt selten der beste Anbieter. Es gewinnt der, der beim Aufsetzen des Lastenhefts schon im Raum saß. Wer erst zur Ausschreibung dazukommt, füllt fremde Vergleichsmatrizen aus.
Ein Ausschuss von 75 Prozent würde in deiner Fertigung nach zwei Tagen zum Krisenmeeting führen. Im Vertrieb läuft er seit Jahren, weil ihn niemand misst.
Warum das hier in der Region besonders weh tut
Drei Dinge kommen im Raum Cham, Schwandorf, Regen und Straubing-Bogen zusammen:
1. Die Abhängigkeit von wenigen Kunden
Viele Zulieferer hier fahren 60 bis 80 Prozent Umsatz mit einer Handvoll Auftraggeber, oft aus Automotive. Fällt einer weg, fehlt nicht ein Kunde, sondern ein Quartal. Neukundengewinnung war jahrzehntelang nicht nötig und ist deshalb heute kein eingespielter Prozess.
2. Das Empfehlungsgeschäft trägt nicht mehr weit genug
Empfehlungen sind großartig, aber sie skalieren nicht und sie erreichen keine neuen Branchen. Wenn du raus willst aus der Automotive-Abhängigkeit, rein in Medizintechnik, Halbleiter oder Verteidigung, dann kennt dich dort niemand. Und dann entscheidet, was der Einkäufer in Ingolstadt oder Hamburg über dich findet.
3. Die Entfernung
Ein Einkäufer aus dem Ruhrgebiet fährt nicht spontan in den Bayerischen Wald, um sich deine Maschinen anzusehen. Deine digitale Präsenz ist der erste Werksbesuch. Wenn die aus einem Slider, einer Leistungsübersicht und einem Kontaktformular besteht, hat der Werksbesuch nach 40 Sekunden ein Ende.
Der Standort ist kein Nachteil. Die Unsichtbarkeit ist einer.
Der LIPA Funnel: Lead to Cash in vier Phasen
Ein Funnel ist keine Marketing-Idee. Er ist ein Lead-to-Cash-Prozess — vom ersten Kontakt bis zum bezahlten Auftrag. Wir haben diesen Prozess in über 70 B2B-Projekten verfeinert und in vier Phasen verdichtet, die sich an einem einzigen Wort orientieren: LIPA.

L — LOCATE: 1.000 Klone deiner besten Kunden finden
Nicht mehr Traffic. Die richtigen Leute.
Dein bester Kunde hat ein Profil: Branche, Unternehmensgröße, Region, konkretes Fertigungsproblem. In der LOCATE-Phase bauen wir 1.000 Klone dieses Idealkunden — nicht mit breiten Ads auf generische Keywords wie „CNC-Fertigung“, sondern mit chirurgischer Präzision.
Konkret heißt das: Custom Audiences auf LinkedIn und Meta, aufgebaut aus deiner bestehenden Kundenliste. Remarketing-Pools für jeden, der deine Website oder dein LinkedIn-Profil besucht hat. Und SEO-Inhalte für die Keywords, die dein Idealkunde tatsächlich sucht — „5-Achs-Fräsen Titan Kleinserie“, nicht „CNC-Bearbeitung“.
Die Suchanfragen haben lächerlich wenig Volumen. Sie haben dafür eine Kaufabsicht, die bei generischen Begriffen komplett fehlt.
Keywords nach Suchvolumen auswählen und Ads auf breite Zielgruppen schalten. Damit kaufst du dir genau die 30 unpassenden Anfragen ein.
Anteil qualifizierter Besucher und Custom-Audience-Größe.
I — INFORM: Aus „unbekannt“ wird „problem-bewusst“
Bevor jemand eine Anfrage stellt, will er wissen, ob du sein Problem überhaupt verstehst. Vertrauen entsteht nicht durch einen Image-Slider, sondern durch 3 bis 5 gezielte Touchpoints.
Der Schlüssel: Nur Kompetenzbeweis. Kein Verkauf in dieser Phase. Wer über Wochen nützliche Inhalte liefert, steht auf der Shortlist, wenn das Budget freigegeben wird. All das lässt sich in CRMbase vollständig automatisieren — vom Download-Trigger über die E-Mail-Sequenz bis zum Lead-Scoring.
Das ist der Punkt, an dem du in einem 700-Einwohner-Ort denselben Kompetenzbeweis lieferst wie ein Wettbewerber mit Vertriebsbüro in München.
Hochglanz-Imagefilm statt Fertigungstiefe. Oder: Downloads und Case Studies manuell verschicken. Ohne Automatisierung vergisst du 80 Prozent der Kontakte nach dem ersten Touchpoint.
Verweildauer, Downloadrate und Anzahl der Touchpoints pro Lead.
P — PROVE: Kompetenz beweisen, Spreu vom Weizen trennen
Hier passiert der Kern. Die PROVE-Phase ist der Moment, in dem aus einem interessierten Kontakt eine qualifizierte Anfrage wird — oder eben nicht. Und genau das ist gewollt.
„Jetzt unverbindlich anfragen“ filtert nichts. Es filtert nicht einmal Spam. Ersetze es durch ein diagnostisches Angebot: „Kostenloser Machbarkeits-Check, 30 Minuten“. Das klingt nach Beratung, nicht nach Verkauf.
Dahinter ein mehrstufiges Formular, das strukturiert abfragt:
- Projektvolumen (unter 100k, 100k–500k, über 1 Mio.)
- Zeitschiene und geplanter Start
- Vorhandene Unterlagen — inklusive CAD- oder LV-Upload
- Die richtigen Sales Assets — automatisch passend zur Anfrage zugeordnet
Dazu ein TCO-Rechner, der dem Interessenten sofort einen Mehrwert liefert und gleichzeitig seine Anforderungen vorqualifiziert.
Der Trigger für den Vertrieb: Wer das Formular ausfüllt, bekommt automatisch ein kostenloses Analysegespräch angeboten. Gleichzeitig erhält er:
Zwei Effekte: Der Unpassende bricht ab — und das ist gewollt. Der Passende hat die halbe Discovery schon erledigt, bevor dein Vertrieb den Hörer abnimmt.
Angst vor Abbruchraten. Eine Abbruchrate ist keine verlorene Anfrage, sondern eingesparte Vertriebszeit.
SQL-Rate — Anteil wirklich qualifizierter Anfragen.
A — ACQUIRE: Der Deal Room macht den Abschluss
Erst jetzt kommt der Deal Room von CRMbase zum Einsatz. In den meisten Unternehmen geht das Angebot als PDF per Mail raus — und verschwindet dann intern. Dein Ansprechpartner muss es der Geschäftsführung und dem Einkauf erklären, und er erklärt es schlechter als du.
Im Deal Room liegt alles an einem Ort:
- ✅ Finales Angebot als PDF
- ✅ Link für Mitentscheider zum Weiterleiten
- ✅ Chat für Rückfragen
- ✅ Annehmen / Ablehnen Button
- 🔔 Benachrichtigung bei Angebotsöffnung
- 🔄 Automatische Follow-Ups
- 🎯 Retargeting im IP-Netz des Unternehmens
- 📊 Tracking: Wer hat wann was geöffnet
Weil im Anlagenbau und bei Investitionsgütern zwischen Erstkontakt und Vergabe gern neun Monate liegen, läuft parallel gezieltes Retargeting im IP-Netz des Zielunternehmens. Zertifizierungen, Referenzprojekte, Erfolgsberichte. Nicht laut, aber durchgehend präsent. Kein „ich habe die Mail wohl übersehen“ mehr.
Angebot als PDF per Mail und nach dem zweiten Nachfassen aufgeben, obwohl das Budget erst im nächsten Geschäftsjahr freigegeben wird.
Durchlaufzeit vom Erstkontakt bis zur Vergabe und Angebotsöffnungsrate.
Selbsttest: Auf welcher Reifegradstufe steht dein Vertrieb?
Du kennst das Prinzip aus jedem Audit. Sei ehrlich — es liest niemand mit.

Nach unserer Erfahrung aus über 70 B2B-Projekten steht die große Mehrheit der Industriebetriebe in der Region auf Stufe 1. Ein paar auf Stufe 2. Stufe 4 haben wir hier bisher selten gesehen.
Das ist die gute Nachricht: Dein Wettbewerber im Nachbarlandkreis steht auf derselben Stufe. Wer als Erster auf 3 kommt, hat für die nächsten Jahre einen strukturellen Vorsprung, den man nicht mit einem größeren Werbebudget einholt.
Was du in 30 Tagen ohne Agentur umsetzen kannst
Damit dieser Text nicht nur eine Diagnose bleibt, hier die Version, die du selbst hinbekommst.
Messen
Analytics und Zielvorhaben einrichten. Letzte 20 Anfragen erfassen: Quelle, Volumen, passend ja/nein, Ergebnis. Danach kennst du deine echte Ausschussquote.
Formular umbauen
Aus einem Feld werden vier Fragen: Volumen, Zeitschiene, Unterlagen, Rolle. Umbenennen: „Machbarkeit prüfen lassen“ statt „Anfrage senden“. Kostet einen halben Tag.
Eine Case Study
Ein einziges Projekt sauber dokumentieren. Ausgangslage, Hürde, Lösung, Zahl. Zwei Seiten. Diese eine Seite bringt mehr als deine gesamte Leistungsübersicht.
Die Lücke schließen
Bestätigungsmail und zwei Follow-up-Mails, die nach Terminbuchung automatisch rausgehen. Hebt die Show-up-Rate spürbar.
Vier Wochen, kein zusätzliches Werbebudget. Damit bist du auf Stufe 2, sauber gemessen.
Wo der LIPA Funnel den Unterschied macht
Der Sprung von Stufe 3 auf 4 ist der, an dem die meisten hängen bleiben, weil er Handarbeit voraussetzt, die niemand hat.
Genau dort setzen wir an. Ein n8n-Workflow bewertet jede eingehende Anfrage anhand deiner Kriterien, reichert sie mit Firmendaten an, legt sie im CRM an und schickt dem Vertrieb nur die relevanten weiter. Durchlaufzeit von der Anfrage bis zur bewerteten Aufgabe: unter 60 Sekunden, rund um die Uhr.
Von dort übernimmt der Deal Room in CRMbase. Kein „ich habe die Mail wohl übersehen“ mehr. Du siehst, wann das Angebot geöffnet wurde, von wem und wie oft. Das Follow-up läuft automatisch.
Das ist kein Zukunftsthema. Das läuft bei uns und unseren Kunden seit über einem Jahr im Tagesbetrieb. Gehostet in Deutschland, DSGVO-konform, weil dein Einkäufer genau das fragen wird.
Der nächste Schritt: 30 Minuten Funnel-Audit
Wir sitzen in Obertraubenbach, zwischen Cham und Roding. Kein Vertriebsbüro in München, das dich per Videocall abarbeitet. Wenn dein Betrieb im Umkreis von 50 Kilometern liegt — also im Raum Cham, Roding, Bad Kötzting, Furth im Wald, Nittenau, Schwandorf, Straubing, Bogen, Viechtach, Regen oder Regensburg — kommen wir vorbei.
Im Audit gehen wir deine vier LIPA-Phasen durch und benennen die eine, an der der meiste Ausschuss entsteht. Du bekommst am Ende eine Einschätzung deiner Reifegradstufe und die drei Maßnahmen mit dem größten Hebel. Schriftlich, auch wenn wir nicht zusammenarbeiten.
30 Minuten, kostenfrei, ehrlich und konkret.
LIPA Funnel-Audit sichern
Deine vier Phasen durchleuchten und den größten Hebel identifizieren — Lead to Cash.
Christian Götz ist Gründer von Lipa LIFE. Maschinenbautechniker, über zehn Jahre Qualitätssicherung bei Siemens, Six Sigma Green Belt. Seit 2020 baut er mit seinem Team B2B-Vertriebsprozesse für Industrie- und Technikunternehmen im DACH-Raum. 1. Vorsitzender des Werbekreis der Stadt Roding 1979 e.V.
